Ein Held, der die Lobpreisung des Propheten verdient hat

Er war jung, zielstrebig, intelligent und talentiert. Bis dieser Mensch eine besondere Rolle in meinem Leben einnahm, musste er vielen kleinen Heldchen den Platz einräumen, zuweilen er in meinem Unterbewusstsein weitergelebt hat.

Es fing an in den eigenen vier Wänden. In meinen kleinsten Jahren sorgte er um mich, zeigte Zuneigung und Liebe, gab mir Schutz und erzog mich. Er brachte mir das Sprechen durch das Aufsagen des Namen des Allerhabenen bei – ALLAH. Er war der Mann, der alles zu können schien und stärker war als alle Anderen. Er wusste zu antworten bei all den komplizierten Fragen und zeigte mir die Differenzierung zwischen Richtig und Falsch. Der gemeinsame Held aller Kinder – Vater.

Während des Prozesses der Religionsaneignung ging der Heldenpokal über zu einer Person, die über das Physische hinweg auf der metaphysischen Ebene seine Stärke bewies.  Kinder sind in kleinen Jahren auf der Suche nach Gründen. Warum lebe ich? Wie bin ich auf die Welt gekommen? Was soll ich hier machen? Wie soll ich etwas machen? Solche Fragen versuchte mir mein zweiter Held zu erklären. Mit genau der gleichen Fürsorge und genau der gleichen Liebe, wie bei meinem Vater. Er war sozusagen mein zweites Standbein in einer Welt, wo ich ohne Unterstützung nicht stehen könnte – Hocam (mein Religionslehrer)

Nicht immer müssen aber Helden gute Menschen sein. Daran muss ich während meiner Pubertät glauben, wenn es darum ging, dass Freunde immer das Beste für mich wollen und immer da waren, wenn man sie braucht. Die Nähe zu diesen Menschen, die ich so bei den ersten beiden nicht kannte, brachten mich zum Nachdenken. Ich lasse mich in diesen Jahren oft von meiner niederen Triebseele überreden. Heute kann ich sogar sagen, dass diejenigen, die ich als Helden sah, einen anderen Helden für sich hatten; ihre eigene nieder Triebseele (nafs). Die widerstandslosen Diener dieser Spezies nannte ich – Freunde.

Schlechte Erfahrungen und die Zeit als bester Erzieher bringen mir bei, dass Freunde wohl doch keine Helden sind, sondern nur Weggefährte, die ebenfalls einen Helden brauchen, um den richtigen Weg zu finden. Die tiefen Wunden, die in meine Herzen geschnitten wurden, die Enttäuschungen, die ich immer wieder erleben musste, waren eine Triebkraft dafür, dass ich mich von Helden abwendete, die ich gesehen und gesprochen hatte. Die Einsamkeit in den tiefen Abgründen des Lebens reden mir immer wieder in den Kopf ein, dass es keinen lebenden Helden auf der Welt für mich gibt. Unüberzeugt nehme ich dies hin und begebe mich auf einen Weg, überdeckt mit dem Staub der Geschichte, versiegelt wie ein Kryptogramm und unbekannt wie das Schwarze.

Ich merke, dass es ohne eine Richtschnur, ohne ein Idol und ohne ein Vorbildscharakter kein guter Lebensstil zustande kommt. Daher schlage ich nach meinem Abitur freiwillig Bücher auf und fange an zu lesen. Ich erfahre von vielen Menschen die gelebt haben, die etwas erreicht haben, die sich mir jedoch sehr wenig ähneln. Manche kommen nicht aus meinem Land, manche sind keine Muslime, manche sind zwar beides, haben jedoch keine vergleichbaren Stärken und Schwächen, wie ich. Hoffnungslos entstehen in meinem Kopf Fragezeichen, dessen Fragen meine Persönlichkeit in Frage stellen. 

Doch dann lese ich von einem jungen Türken, geboren in Edirne am 30. März – 3 Tage vor meinem Geburtstag. Er lernt in kleinen Jahren seine Religion und wird durch seine Intelligenz, sowie Aktivität auffällig. Sein Name gleicht dem Namen des Propheten (sav), sowie seinen Eigenschaften. Mit nur 21 Jahren, fast so alt, wie ich jetzt bin, gelingt ihm etwas Unglaubliches, was bis dahin keinem anderen Gleichaltrigen, ja sogar auch den Älteren gelingt. Durch diese Tat, begann für die Welt eine neue Ära, dessen Fußspuren bis heute in Böden eingeprägt geblieben ist. Die Beherrschung mehrerer Sprachen – östliche wie westliche, seine politische Fähigkeit, seine Zielstrebigkeit und seine Intelligenz machten aus ihm einen wundervollen Menschen.

Den einen Flügel machten ihm seine weltlichen Befähigungen aus, den anderen sein Respekt und seine Anbindung an die Religion. So studiere ich auch einerseits Islamwissenschaften und andererseits Informationsverarbeitung, um diese beiden Flügel im weitesten Sinne zu symbolisieren. Geflügelt mit 2 wertvollen Flügeln, gleitete er über mehrere Länder, worin er Einfluss ausübte und Frieden verbreitete. In seiner „Freizeit“ war Kreativität und Denkvermögen gefragt – er dichtete, fast so, wie ich mals Songtexte schrieb. Zeichnen mochte er – auch dies einer meiner Leidenschaften, obwohl ich schon längst vom Papier übergegangen bin auf die virtuelle Ebene. Er dachte nach, bevor er bedeutende Worte von sich gab. Auch dann, als sein Vater ihm mit jungen Jahren die Staatsführerposition überließ: 

„Wenn du Staatsoberhaupt bist, dann komm zurück zu deinem Posten und leite die Armee. Wenn ich aber Staatsoberhaupt bin, dann befehle ich es dir: Komm zurück an die Spitze und leite die Armee.“

Besonderen Wert legte er auf Sakralbauten. Fluchte über diejenigen, die den Gotteshäusern ihre Funktion nahmen und ließ jeden das glauben, was er glauben mag. Er selbst ist das Symbol der Gerechtigkeit, der Rechtschaffenheit, der Stärke, der Toleranz. Er ist Denker, Dichter, Künstler und Eroberer.

Wegen all seinen Fertigkeiten, seinem Charakter und sein Verhalten, lobt ihn der Schönste aller Schönsten, sein Namensvetter Mehemmed mit folgenden Worten:

(‏و لتفتح القستنطينية و لنعم الأمير اميرها و لنعم الجيش ذلك الجيش)

„ Wahrlich, Konstantinopel wird eines Tages erobert! Welch ein herrlicher Eroberer er ist, welch eine wundervolle Armee seine Armee ist.“

Mein Wunsch ist es, wenn auch nur in Ansätzen, jemand zu werden, so wie er.

Er ist jemand, dergleichen die Menschen weder hörten, noch sahen.

Zu meinem ganz persönlichen Held geworden: Fâtih Sultân Mehmed Hân…

Ein Held, der die Lobpreisung des Propheten verdient hat

Er war jung, zielstrebig, intelligent und talentiert. Bis dieser Mensch eine besondere Rolle in meinem Leben einnahm, musste er vielen kleinen Heldchen den Platz einräumen, zuweilen er in meinem Unterbewusstsein weitergelebt hat.

Es fing an in den eigenen vier Wänden. In meinen kleinsten Jahren sorgte er um mich, zeigte Zuneigung und Liebe, gab mir Schutz und erzog mich. Er brachte mir das Sprechen durch das Aufsagen des Namen des Allerhabenen bei – ALLAH. Er war der Mann, der alles zu können schien und stärker war als alle Anderen. Er wusste zu antworten bei all den komplizierten Fragen und zeigte mir die Differenzierung zwischen Richtig und Falsch. Der gemeinsame Held aller Kinder – Vater.

Während des Prozesses der Religionsaneignung ging der Heldenpokal über zu einer Person, die über das Physische hinweg auf der metaphysischen Ebene seine Stärke bewies.  Kinder sind in kleinen Jahren auf der Suche nach Gründen. Warum lebe ich? Wie bin ich auf die Welt gekommen? Was soll ich hier machen? Wie soll ich etwas machen? Solche Fragen versuchte mir mein zweiter Held zu erklären. Mit genau der gleichen Fürsorge und genau der gleichen Liebe, wie bei meinem Vater. Er war sozusagen mein zweites Standbein in einer Welt, wo ich ohne Unterstützung nicht stehen könnte – Hocam (mein Religionslehrer)

Nicht immer müssen aber Helden gute Menschen sein. Daran muss ich während meiner Pubertät glauben, wenn es darum ging, dass Freunde immer das Beste für mich wollen und immer da waren, wenn man sie braucht. Die Nähe zu diesen Menschen, die ich so bei den ersten beiden nicht kannte, brachten mich zum Nachdenken. Ich lasse mich in diesen Jahren oft von meiner niederen Triebseele überreden. Heute kann ich sogar sagen, dass diejenigen, die ich als Helden sah, einen anderen Helden für sich hatten; ihre eigene nieder Triebseele (nafs). Die widerstandslosen Diener dieser Spezies nannte ich – Freunde.

Schlechte Erfahrungen und die Zeit als bester Erzieher bringen mir bei, dass Freunde wohl doch keine Helden sind, sondern nur Weggefährte, die ebenfalls einen Helden brauchen, um den richtigen Weg zu finden. Die tiefen Wunden, die in meine Herzen geschnitten wurden, die Enttäuschungen, die ich immer wieder erleben musste, waren eine Triebkraft dafür, dass ich mich von Helden abwendete, die ich gesehen und gesprochen hatte. Die Einsamkeit in den tiefen Abgründen des Lebens reden mir immer wieder in den Kopf ein, dass es keinen lebenden Helden auf der Welt für mich gibt. Unüberzeugt nehme ich dies hin und begebe mich auf einen Weg, überdeckt mit dem Staub der Geschichte, versiegelt wie ein Kryptogramm und unbekannt wie das Schwarze.

Ich merke, dass es ohne eine Richtschnur, ohne ein Idol und ohne ein Vorbildscharakter kein guter Lebensstil zustande kommt. Daher schlage ich nach meinem Abitur freiwillig Bücher auf und fange an zu lesen. Ich erfahre von vielen Menschen die gelebt haben, die etwas erreicht haben, die sich mir jedoch sehr wenig ähneln. Manche kommen nicht aus meinem Land, manche sind keine Muslime, manche sind zwar beides, haben jedoch keine vergleichbaren Stärken und Schwächen, wie ich. Hoffnungslos entstehen in meinem Kopf Fragezeichen, dessen Fragen meine Persönlichkeit in Frage stellen. 

Doch dann lese ich von einem jungen Türken, geboren in Edirne am 30. März – 3 Tage vor meinem Geburtstag. Er lernt in kleinen Jahren seine Religion und wird durch seine Intelligenz, sowie Aktivität auffällig. Sein Name gleicht dem Namen des Propheten (sav), sowie seinen Eigenschaften. Mit nur 21 Jahren, fast so alt, wie ich jetzt bin, gelingt ihm etwas Unglaubliches, was bis dahin keinem anderen Gleichaltrigen, ja sogar auch den Älteren gelingt. Durch diese Tat, begann für die Welt eine neue Ära, dessen Fußspuren bis heute in Böden eingeprägt geblieben ist. Die Beherrschung mehrerer Sprachen – östliche wie westliche, seine politische Fähigkeit, seine Zielstrebigkeit und seine Intelligenz machten aus ihm einen wundervollen Menschen.

Den einen Flügel machten ihm seine weltlichen Befähigungen aus, den anderen sein Respekt und seine Anbindung an die Religion. So studiere ich auch einerseits Islamwissenschaften und andererseits Informationsverarbeitung, um diese beiden Flügel im weitesten Sinne zu symbolisieren. Geflügelt mit 2 wertvollen Flügeln, gleitete er über mehrere Länder, worin er Einfluss ausübte und Frieden verbreitete. In seiner „Freizeit“ war Kreativität und Denkvermögen gefragt – er dichtete, fast so, wie ich mals Songtexte schrieb. Zeichnen mochte er – auch dies einer meiner Leidenschaften, obwohl ich schon längst vom Papier übergegangen bin auf die virtuelle Ebene. Er dachte nach, bevor er bedeutende Worte von sich gab. Auch dann, als sein Vater ihm mit jungen Jahren die Staatsführerposition überließ: 

„Wenn du Staatsoberhaupt bist, dann komm zurück zu deinem Posten und leite die Armee. Wenn ich aber Staatsoberhaupt bin, dann befehle ich es dir: Komm zurück an die Spitze und leite die Armee.“

Besonderen Wert legte er auf Sakralbauten. Fluchte über diejenigen, die den Gotteshäusern ihre Funktion nahmen und ließ jeden das glauben, was er glauben mag. Er selbst ist das Symbol der Gerechtigkeit, der Rechtschaffenheit, der Stärke, der Toleranz. Er ist Denker, Dichter, Künstler und Eroberer.

Wegen all seinen Fertigkeiten, seinem Charakter und sein Verhalten, lobt ihn der Schönste aller Schönsten, sein Namensvetter Mehemmed mit folgenden Worten:

(‏و لتفتح القستنطينية و لنعم الأمير اميرها و لنعم الجيش ذلك الجيش)

„ Wahrlich, Konstantinopel wird eines Tages erobert! Welch ein herrlicher Eroberer er ist, welch eine wundervolle Armee seine Armee ist.“

Mein Wunsch ist es, wenn auch nur in Ansätzen, jemand zu werden, so wie er.

Er ist jemand, dergleichen die Menschen weder hörten, noch sahen.

Zu meinem ganz persönlichen Held geworden: Fâtih Sultân Mehmed Hân…

Bilal Erkin, M.A. 57 posts

Bilal Erkin ist studierter Islamwissenschaftler und Informationsverarbeiter. Derzeit ist er Doktorand am Institut für Islamische Theologie an der Universität Osnabrück und Referent beim Avicenna-Studienwerk.

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